Gesellschaftstanz

Gesellschaftstanz
Die Gesellschaftstänze oder oftmals auch Standardtänze genannt erleben heute wieder ein kleines Comeback, und dies nicht nur beim Wiener Opernball.

Schon in der Renaissance im 14. und 15. Jahrhundert entstand der Gesellschaftstanz an den europäischen Fürstenhöfen, und dies aus den verschiedensten Volkstänzen heraus. Hierbei wurden fest vorgegebene Schrittfolgen, passend zur Musik, alsbald zur höfischen Zeremonie und etablierten sich vor allem bei Festivitäten des Adels. Im Laufe des 16. Jahrhunderts bildete sich daraus wiederum der Paartanz, welcher bis heute von Tanzwettbewerben oder den klassischen Hochzeitsfesten bekannt ist.

Langsamer Walzer

Der Klassiker unter den Paartänzen ist weltweit wohl einer der bekanntesten Tanzformen und wurde vom klassischen Walzer geprägt. Das Auf- und Abschwingen des Körpers ist hierbei das bedeutendste Merkmal neben der langsameren Schrittfolge. Wer genau nun diesen Tanz geprägt hat ist nicht ganz sicher (England, USA Österreich), aber er ist und bleibt die sinnlichste Art eine Hochzeitsveranstaltung zu eröffnen.

Wiener Walzer

Betreffend der Herkunft, ist man sich recht uneins ob nun Polen oder Österreich diese Abwandlung des klassischen Walzers ende des 18. Jahrhunderts "erfunden" hat. Dennoch war für die Namensgebung und den "Durchbruch" dann Österreich verantwortlich. Dieser Paartanz ist der schnellste im Welttanzprogramm der Standardtänze und somit doch sehr anspruchsvoll was das Taktgefühl betrifft.

Foxtrott

Der aus Nordamerika stammende Tanzstil wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts populär. Die Körperbewegungen, Figuren und Schritte sind allesamt nicht sehr anspruchsvoll und somit eignet sich der Foxtrott gerade für Anfänger zum Einstieg sehr.

Slowfox

eher mit "Slow Foxtrott" bezeichnet wurde vom Foxtrott abgeleitet und richtet sich an Profitänzer. Durch die Körperspannung und Gleichmäßigkeit der Bewegungen, erreicht das Paar eine Anmut, die bei kaum einem anderen Tanz so gelebt wird. Im 4⁄4-Takt wird mit sehr wenig Drehungen und oftmals aus dem Fußbereich und nicht dem Knie gehoben. Dies und die Tatsache das die musikalische Begleitung oftmals aus dem Swing stammt, macht es selbst für Profis sehr kompliziert fehlerfrei zu tanzen.

Tango

Um 1910 wurde der klassische und für Europa viel zu wilde Tango Argentino von britischen Choreografen angepasst. Heraus kam eine immer noch sehr leidenschaftliche, feurige und sexuell angehauchte Variation des Originals, der internationale Tango. Die als Schreittanz bezeichnete Form kommt völlig ohne Hebebewegungen aus und wird in der Regel im 2⁄4-Takt getanzt.

Quickstepp

Der aus den USA stammende und sehr lebhafte Tanz, richtet sich eher an fortgeschrittene Tänzer. Bei dieser Form des Foxtrott leben beide Tanzpartner ihre Freude über das Tanzen in schwunghaften Bewegungen, grandiosen Hebefiguren und einzigartigen Posen regelrecht aus. Bei der Musikauswahl ist ein Schlagzeug unabdingbar.